Und das spielte sich bisher ab

 

Hier finden Sie alle unsere vorangegangenen Veranstaltungen.

 

Die erste Kulturzyt-Veranstaltung war am 13.11.2013 im Citychäller Glarus-


9. Oktober 2019 - Tim Krohn

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Glarus schreibt 2019

Glarus schreibt – kommen, zuhören, staunen!

 

 

Der 2014 vom Verein kulturzyt und Baeschlin Bücher ins Leben gerufene Schreibwettbewerb «Glarus schreibt» ist für alle Generationen. Ausgetragen wird die nunmehr dritte Auflage am 15. Juni 2019 in der Mensa der Kanti. 16.30 – 18 Uhr: Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre, 20-22 Uhr: Erwachsene. 18-20 Uhr: Come-together-Party mit buntem Snack-Buffet, Musik und Büchertisch. Dazu gibt es Kurz-Lesungen der Autoren Daniel Mezger und Jaël Lohri sowie Livemusik vom Trio Fly und Sämi Acosta. Das Publikum ist auch gefragt – beim Anspornen und Zuhören, aber auch um den Publikumspreis mitzubestimmen. Schon im Vorfeld hat die Jury festgestellt: Die eingereichten Texte sind vielfältig und spannend. Da stehen Fantasy, Tier- und Liebesgeschichten, Gruseliges und Märchenhaftes, Gedicht und Erörterung nebeneinander. Der Moderator Andri Zubler wird die Profi-Autoren dazu befragen, wie es ist Schriftsteller zu sein und zu werden.

 

 

Bild: Eindruck von  letzten Wettbewerb GL schreibt 2016.

 

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15. Juni 2019 - Glarus schreibt
Neue Glarner Schreibtalente, Nachwuchsautoren und -Autorinnen präsentieren ihre unveröffentlichten Texte.
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Die Freude am Schreiben teilen

Südostschweiz, 6. März 2019

 

 

Alle zweieinhalb Jahre führt der Verein Kulturzyt den Wettbewerb «Glarus schreibt» durch. Für die dritte Auflage können sich Schreibtalente jeder Altersstufe ab sofort mit einem unveröffentlichten Text bewerben.

 

Am 15. Juni sind Autorinnen und Autoren gefragt: Moderiert von Andri Zubler und begleitet mit Musik des Trios Fly, findet die dritte Austragung des Schreibwettbewerbs «Glarus schreibt» in der Mensa der Kantonsschule Glarus statt. Ab sofort kann man sich anmelden – mit gleichzeitiger Einzahlung einer kleinen Startgebühr bei Baeschlin Bücher. Die Wettbewerbstexte müssen bis spätestens 7. Mai abgegeben oder per Mail an info@kulturzyt.ch eingereicht werden. Ihre Länge soll eine Vorlesezeit von fünf Minuten nicht überschreiten.

Nachdem es 2016 deutlich mehr Teilnehmende als beim Pilotevent 2014 hatte, findet nun der Wettbewerb für Kinder und Jugendliche schon am Nachmittag statt, jener für junge Erwachsene und Erwachsene am Abend – aufgelockert durch eine längere Pause mit Verpflegungsbuffet, Musik und Lesungen der Profis Daniel Mezger und Jaël Lohri, welche auch in der Jury mitwirken.

Den erwachsenen Hauptgewinnern winken Schreibworkshops bei Schneider & Schreiber, Kindern ein Schreibtag mit der Lyrikerin und Schreibpädagogin Jaël Lohri. Urkunde, Verpflegungsgutscheine und ein kleines Geschenk gibt es für alle.

 

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wettbewerb:

 

Warum braucht es Schreibförderung beziehungsweise eine Bühne für Schreibende im Glarnerland – auch ausserhalb der Schule?

 

Für Musik, Kunst und Sport existiert bereits ein grosses Angebot, um Talente zu fördern und ihnen eine Bühne zu bieten. Wer hingegen schreibt – ob Kinder oder Erwachsene –, ist oft mit seiner Leidenschaft allein. Viele wunderbare Texte bleiben ungeschrieben, unvollendet oder in der Schublade liegen. Sie hätten aber ein Podium verdient. Schreibende Menschen sind zuweilen auch schüchtern, introvertiert oder nicht so selbstbewusst. Manche möchten schon in der Schule ihre Werke nicht vorlesen oder zeigen, obwohl sie gut wären.

 

Aber sich auf die Bühne von «Glarus schreibt» zu wagen, braucht doch auch Mut?

 

Das ist den Veranstaltern bewusst. Darum haben sie das Konzept niederschwellig angelegt. Thema und Genre sind frei, und es zählen nicht formale Perfektion, sondern der eigene sprachliche Ausdruck, Inhalt und die Originalität. Was es auch erleichtern soll: Die Texte der Kinder und Jugendlichen werden von den Profis Daniel Mezger und Jaël Lohri vorgelesen. Der Auftrittsstress entfällt also. Auch Erwachsene können auf Wunsch eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter vorlesen lassen, wenn sie nicht selbst auf die Bühne wollen.

 

Was passiert, wenn es zu viele Texte hat, um alle vorzulesen?

 

2016 war es so, dass alle Texte vorgelesen wurden. Laut den Veranstaltern artete das aber etwas in Stress aus, denn die Zeit wurde sehr knapp für jeden und das Ganze zu lang. Nun wird die Anzahl der vorzulesenden Texte in jeder Gruppe – bei Kindern und Erwachsenen – auf 15 beschränkt, was mit einer Vorjurierung einhergeht. Wer es also bis zur Lesung geschafft hat, hat schon viel erreicht. Aber gewürdigt werden alle Texte. Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde und ein Geschenk, können sich Anregungen holen und Gleichgesinnte treffen. Denn nebst dem Wettbewerb geht es darum, Menschen mit ihrer Leidenschaft fürs Schreiben zusammenzubringen. Und die Schreibenden nachhaltig zu fördern.

 

Was wurde aus den Teilnehmern der letzten Jahre?

Einige von ihnen werden in einer lockeren Serie vorgestellt. Aus Kindern von «Glarus schreibt» etwa entwickelten sich der Schreibclub Glarus und ein Schreibtreff für jüngere Kids, die viele Projekte verwirklichten wie zum Beispiel ein Buchstabenfestival oder einen Geschichten-Bauchladen. Die zwei Gewinner-Kinder von 2016, Nils Weber und Beatrice Burk, reisten für einen Workshop nach Zürich ins junge Literaturlabor (Jull). Die erwachsenen Gewinner besuchten einen Schreibtag im Hirschli in Bad Zurzach bei Schneider & Schreiber. Von den Profis erhält man viele Anregungen, die oft noch weitergetragen werden. Das bewies die Gewinnerin Esther Koroma, die ihren privaten Schreibzirkel zu einem Themenprojekt ins Leben rief, das dann wiederum zu einer öffentlichen Lesung in Glarus führte. Weiter wurden am Wettbewerb 2016 begabte Lyrikerinnen und Lyriker entdeckt. Sie konnten sich – auch wenn sie nicht die Hauptpreise gewannen – ein Jahr später an einem Lyrikabend im Baeschlin präsentieren, und das Publikum reagierte sehr positiv auf die Lesungen der Nachwuchsautorinnen und -Autoren.

Anmeldungen ab sofort bis 7. Mai bei Baeschlin Bücher in Glarus; in den Altersklassen bis 15-jährig, 16- bis 25-jährig und Erwachsene. Mehr unter www.kulturzyt.ch


Erzählstunde mit Wassertröpfli Cristallino

Am 22. Mai, dem nationalen Vorlesetag, lädt der Verein kulturzyt mit der Kinderbuchautorin Margrit Gnos kleine und grosse Freunde der Cristallino-Familie zur Erzählstunde an der Linth in Ennenda ein.


Cristallino, der lustige Wassertropfen mit den Herzbäckchen und seine Liebste Cristallina, die mit ihren Sternenbäckchen mit ihm um die Wette strahlt, haben Nachwuchs bekommen! Im dritten und neusten Cristallino-Band lernen wir den abenteuerlustigen Klein-Cristallino kennen. Eigentlich wäre er sehr glücklich im Kreis seiner feucht-fröhlichen Familie und inmitten einer herrlichen Berglandschaft mit sprudelnden Bächen. Wäre da nur nicht dieses Fernweh, das ihn zum grossen Meer hinzieht … dorthin wo die endlose Wasserfläche am Horizont glitzert!


Spannend und einfühlsam, mit bunten und glitzernden Illustrationen, schildert die Autorin Margrit Gnos, erfahrene Kindergärtnerin und Mutter, die grosse abenteuerliche Reise des kleinen Wassertröpfchens. An seiner Seite erleben wir, wie Klein-Cristallino mit den Tieren der Flüsse und Meere Freundschaft schliesst und sogar eine Meeresschildkröte rettet. Dabei erfahren wir auch auf anschauliche Weise, wie wir dem wertvollen Wasser Sorge tragen und es sauber halten können. Lebendig erzählt und begleitet durch bunte Bilder und ein Lied, dazu die „Musik“ der rauschenden Linth im Hintergrund, wird die Erzählung der charismatischen Autorin Klein und Gross verzaubern. Bei gutem Wetter ist das Martinsheim beim Uschenried Treffpunkt (Beginn: 14.30 Uhr). Es empfiehlt sich, mit dem ÖV anzureisen (um 14 Uhr ist am Bahnhof Ennenda Besammlung für alle, die zu Fuss zum Martinsheim gehen möchten). Parkplätze sind einige wenige am Mühlefuhr vorhanden. Bei schlechtem Wetter wird der Anlass im Eventlokal , Gisperhütte 10, 1. Etage, in Ennenda durchgeführt. Die Erzählstunde (für Kinder ab ca. 4 Jahren geeignet) wird mit einer kleinen Überraschung beendet. Anschliessend wird den Besuchern ein Zvieri angeboten. Eintritt frei!

 

 

Erzählstunde: Mittwoch, 22.Mai 14.30 Uhr. Infos: Baeschlin Bücher Glarus, 055 640 11 25    

 


Artikel in Glarus24

«Die Frauen vom Zieblingerhaus» – ein Roman mit Bestsellerqualitäten

Buchstäblich überrollt wurden die Organisatoren Baeschlin Verlag AG, Verein «kulturzyt» und Soroptimisten Glarnerland vom Grossaufmarsch zahlreicher Literaturfreunde und Leseratten, darunter auffallend viele Frauen, die den Weg ins heimelige Café «Baumwollblüte» nach Ennenda fanden. Kein Wunder, denn niemand geringer als die Schweizer Schriftstellerin Hanna Steineger, eine der bekanntesten Buchautorinnen im deutschen Sprachraum, gab sich die Ehre.

 

Dabei rezitierte Schriftstellerin Steinegger einige Passagen aus ihrem neuesten Roman «Die Frauen vom Zieblingerhaus», eine akribisch recherchierte Geschichte aus der Blütezeit der Textilindustrie im 19. Jahrhundert. Ein Buch zum Verlieben, welches von der ersten bis zur letzten Seite von der Spannung und den Emotionen lebt und eigentlich in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Wunderbarer Rückblick in die Vergangenheit

Beim Brand vom Uster im Jahre 1832 kommt während eines Arbeiteraufstandes einer der jungen Anführer ums Leben. Seine Witwe Barbara, geächtet und mittellos, versucht mit ihrer kleine Tochter Emma in ihrem Heimatdorf einen Neuanfang, der aber leider missglückt. Emma muss bei ausbeuterischen Verwandten als billige Magd dienen, Barbara verdingt sich in einer Weberei für einen Hungerlohn. Als sie bei einem kleinen Diebstahl erwischt wird, kommt sie ins Gefängnis in Oetenbach im Kanton Zürich. Doch dann geschieht ein kleines Wunder. In Zürich kann Barbara mit Emma ein neues Leben beginnen. Dank einer geschickten Heirat, unermüdlicher Tüchtigkeit und Mut zu neuen Ideen mausert sie sich zur geachteten Geschäftsfrau. Steineggers vierter Roman im Theo Gut-Verlag beeindruckt mit seinem sorgfältig recherchierten historischen Hintergrund., lebendig geschilderten Schicksalen der Land- und Stadtbevölkerung des 19. Jahrhunderts und der spannenden Geschichte eines ungewöhnlichen Frauenlebens.

Ambiente und Musik passten perfekt

Ort und Musik hätten nicht passender zu Hannas Steineggers Buchpräsentation «Die Frauen vom Zieblingerhaus» sein können. Einerseits war es das heimelige, schnuckelige Ambiente vom Café mit dem wohlklingenden Namen «Baumwollblüte», in dessen Räumlichkeiten Anfang des 19. Jahrhunderts die Baumwolldruckerei Daniel Jenny & Co. während der Blütezeit der Textilindustrie im Kanton Glarus die wunderschönen, vielfach von Hand bedruckten Batikstoffe produzierte und ihre Produkte auf den Weg in die weite Welt exportierten. Andererseits war es der professionelle Auftritt vom Streichquartett «Notabene», welches mit Werken aus der Zeit der historischen Handlung die Lesung und Buchpräsentation von Hanna Steinegger zu einem wahren Erlebnis für das Publikum werden liess.

 


Presseankündigung "Die Frauen vom Zieblingerhaus"

Frauenpower in Textil

Hanna Steinegger, erfolgreiche Autorin von historischen Romanen, hat ihr neustes Buch „Die Frauen vom Zieblingerhaus“ in der Textilbranche des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Ihre Lesung am 25.April in der Baumwollblüte Ennenda wird von Live-Musik des Glarner Streichquartetts Notabene umrahmt.

Der Verein kulturzyt, die Soroptimistinnen Glarnerland und Baeschlin Bücher haben für den Abend mit Lesung und Musik einen Ort ausgesucht, der nicht stimmiger sein könnte: In der Baumwollblüte Ennenda, Fabrikladen und Café, ist die traditionelle Schweizer Textilfabrikaktion bis heute lebendig. „Die Frauen vom Zieblingerhaus“ – so der Titel des neuen Buches von Hanna Steinegger - lassen die Zeit des boomenden Schweizer Textilhandels, der aufregenden Neuerungen wie Eisenbahn, Kanalisation und Bankenwesen konkret und spannend nacherleben.

Für die Umrahmung der Buchvorstellung und Lesung hat das Glarner Streichquartett Notabene (Marianne Schönbächler, Peter Ferndriger, Swantje und Andreas Kammerecker) passende Werke aus der Zeit der historischen Handlung ausgelesen: Es erklingen Sätze von J. Haydn, George Onslow und Emilie Mayer. Letztere ist eine der ersten Berufskomponistinnen im deutschen Raum. Auch im Buch geht es um bemerkenswerte Frauen: Steinegger schildert die fiktive, aber realistische Geschichte der jungen Witwe und Mutter Barbara Bühler. Nachdem ihr Mann beim Arbeiteraufstand im Brand von Uster 1832 ums Leben kommt, muss sie sich als mausarme Textilarbeiterin durchschlagen und landet wegen einer kleinen Verfehlung im Zuchthaus von Oetenberg (Zürich). Dort trifft sie Leidensgenossinnen an, mit denen sie später ein Modeimperium gründen und als erfolgreiche, selbstbewusste Unternehmerin Karriere machen wird. Die tüchtigen „Zieblingerfrauen“ halten zusammen – und werden sogar zur Rettung für Barbaras Tochter Emma, die nach der Einheirat in eine reiche Zürcher Familie um ihre Integrität und ihr Glück kämpfen muss.

 

Zum Buch

 

Steineggers vierter Roman beeindruckt mit seinem sorgfältig recherchierten historischen Hintergrund. „Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat durch seine klare Handlung, die glaubwürdigen Charaktere, die dramatische Führung der Figuren von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. … das Einfühlvermögen der Autorin fesselt die Leser. Man muss ihr … eine immense Kenntnis fürs Leben der Bevölkerung im 18. Jahrhundert um den Zürichsee zugestehen“, lobt etwa die bekannte Schweizer Autorin Margrit Schriber. Und das Statement von Milena Moser „Spannende Geschichte, Frauenpower im alten Zürich“, bringt es im Klappentext auf den Punkt. Doch das Buch ist schlussendlich ein Glarner Produkt: erschienen im Th. Gut Verlag, der sich zwar auf historische Bücher in der Zürisee-Region spezialisiert hat, aber der Verlagsgruppe Baeschlin angehört.

25. April 2019, 19 Uhr, Café Baumwollblüte Ennenda, Verein kulturzyt und Soroptimisten Glarnerland. Eintritt frei!

 


Bücher lesen kann Leben retten

 

«Vom Glück und der Heilkraft der Lektüre» stand auf dem Veranstaltungsprogramm vom Baeschlin Verlag AG im Rahmen seines Kulturprogramms «begegnen & erleben 2019». Für Leseratten und Literaturinteressierte eigentlich Grund genug, unbedingt an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Doch weit gefehlt: Nur einige Unentwegte fanden den Weg in die Landesbibliothek in Glarus. Eigentlich sehr schade, denn jene, die gekommen sind, erlebten einen tollen, bereichernden Literaturabend im Kreis der beiden Autorinnen Karin Schneuwly und der einheimischen Verena Beerli-Kaufmann.

 

Publikum und Autorinnen wurden von Swantje Kammerecker, Präsidentin vom Forum «kulturzyt» und Moderatorin der Veranstaltung herzlich begrüsst. Der Baeschlin Verlag präsentierte dabei das neueste Buch von Karin Schneuwly mit dem Titel «Das Glück besteht aus Buchstaben» und Verena Beerlis «Von Wut, Mut und dem Lande des Glücks». In einem Gespräch mit Moderatorin Kammerecker erzählten die beiden Autorinnen ganz frei und offen über ihre Erfahrungen mit heilsamer Lektüre.

Vom Pixi-Buch zu Tolstois «Krieg und Frieden»

In ihrem neuesten Buch «Das Glück besteht aus Buchstaben» erzählt die Zürcher Schriftstellerin, Buchautorin und Lektorin die Faszination und die lebensrettende Kraft von Lektüren. In ihrem neuen Buch schildert sie die Kindheit und Jugend eines Mädchens in den 70er- und 80er-Jahren. Es ist die Geschichte eines Kindes, das in einem Haushalt fast ohne Bücher aufwuchs und trotzdem zu einer leidenschaftlichen Leserin wurde. Ihr erstes Buch war ein Pixi-Buch. Die Mutter hielt es für ein gutes Mittel, um sie auf dem Töpfchen zu halten. Auf die Pixi-Bücher folgten «Pinocchio», «Heidi», «Anneli» und in der Oberstufe auf Anregung ihrer Lehrerein Leo Tolstois «Krieg und Frieden». Präzise und elegant erzählt Karin Schneuwly von ihren Leseerfahrungen und vom Leben, von Abenteuern und Freundschaften, vom Spiel und Erwachsen werden, aber auch von Angst und Tod. Lesen öffnet Türen: Eine Erfahrung, die Autorin Schneuwly auch in ihrer bibliotherapeutischen Arbeit mit Schmerzpatienten machte.

Geschichten zum Mutmachen

Mit ihrem ersten 12-teiligen Kurzgeschichten-Band «Von Wut, Mut und dem Land des Glücks» spricht die Glarner Buchautorin Verena Beerli-Kaufmann nicht Kinder, sondern auch Erwachsene an, die Kinder begreifen und sie auf ihrem langen Lebensweg begleiten wollen. Als langjährig erfahrene Lerntherapeutin, Mutter und Grossmutter kennt die Autorin die Nähe Heranwachsender. Ihre Geschichten ermutigen, neue Wege zu gehen, eigene Stärken zu entdecken und zu erleben, dass es sich lohnt, für die eigenen Ziele zu kämpfen. «Das Buch soll nicht nur unterhalten, sondern auch ermutigen», lautet Autorin Beerlis Credo. Dabei ist es ihr wichtig, dass die Heranwachsenden darin unterstützt werden, an ihre Fähigkeiten zu glauben. Ihre zwölf wunderbaren Erzählungen führen in eine Zeit zurück, wo sie als Lerntherapeutin junge Menschen begleitet hat. «Es sind Geschichten nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die Kinder begreifen und auf ihrem langen Lebensweg begleiten wollen», schreibt der bekannte Kinderarzt und Bestsellerautor Remo H. Largo in seinem Vorwort. Beide Bücher sind extrem spannend für Leseratten, Bücherfreaks, Pädagoginnen, Eltern und alle anderen Neugierigen. Erhältlich ab sofort in der Buchhandlung Baeschlin an der Hauptstrasse 32 in Glarus oder im Buchhandel.

 


Glück besteht 
aus Buchstaben

Warum Lesen gesund machen kann

Von Beate Pfeifer, Glarner Woche 20.3.2019

Wer gerne liest, kennt das vielleicht: Wort für Wort zieht einen ein Buch in seinen Bann. Die reale Welt wird unwichtig. Wie verzaubert identifiziert man sich mit dem Helden der Geschichte, erlebt Abenteuer, entdeckt ferne Länder, findet die Liebe oder Freunde – und am Ende findet man vielleicht einen Teil von sich selbst. Die Autorin und ehemalige Lerntherapeutin Verena Beerli-Kaufmann aus Ennenda kennt dieses Versinken in einer Geschichte aus eigener Erfahrung. «Als Kind habe ich oft auf dem Weg in mein Zimmer in einem Buch zu lesen angefangen und bin dann auf der Treppe im Stiegenhaus einfach sitzen geblieben und habe alles um mich herum vergessen», erinnert sie sich.

Auch beruflich hat sie mit Geschichten gearbeitet: Ihr 2018 erschienenes Buch «Von Wut, Mut und dem Land des Glücks» ist eine Sammlung von zwölf Erzählungen, die sie als Lerntherapeutin für spezielle Menschen geschrieben hat. «Es sind Metaphern, Geschichten mit Entwicklungsaufgaben. Sie sind als Anregung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gedacht, um ihnen Wege zu zeigen, wie sie ihre Probleme anders angehen könnten.» Beerli-Kaufmann hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Geschichten etwas bewirkt haben – nicht immer, aber häufig. Diese Geschichten seien oft wie ein Samen, den man im richtigen Moment auslege und dann hoffe, dass er auch aufgehe. Von «Heilung» möchte sie nicht sprechen. «Mit der Bibliotherapie kann man beispielsweise keine schwere Depression heilen. Aber ein Buch kann einen aufhellen. Und es kann der Schlüssel zu den eigenen, inneren Ressourcen und Talenten sein.»

Nicht alle Menschen haben den Zugang zu Büchern finden können. Es ist eine Typfrage und auch eine Frage der Prägung, ob man etwas mit Büchern anfangen kann oder nicht. Wer den Zugang einmal gefunden hat, dem eröffnen sich unendliche Welten. Denn Bücher vermitteln uns fremde Kulturen, andere Weltanschauungen und Denkweisen. Sie können eine Vorbildfunktion übernehmen und bieten Identifikationspotenzial. Sie haben die Fähigkeit, zu beruhigen und zu trösten. In schwierigen Situationen können uns Bücher und Geschichten begleiten und uns ein Freund sein. Und sie können unsere Fantasie anregen, uns in unbekannte Welten eintauchen lassen.

Genauso, wie Bücher im positiven Sinne etwas verändern können, gibt es auch Bücher, die sich negativ, destruktiv auf einen Leser auswirken können. Vielleicht weil man zu jung ist für ein bestimmtes Buch oder weil man es einfach zum falschen Zeitpunkt liest. Deshalb sei es wichtig, Bücher auszuwählen, die eine positive Wirkung auf einen selbst haben, die einem helfen, sich weiterzuentwickeln, empfiehlt Beerli-Kaufmann.

Um diese «Heilkraft der Lektüre» geht es auch in der Lesung und Podiumsdiskussion am 22. März in der Landesbibliothek in Glarus. Neben Verena Beerli-Kaufmann wird die Zürcher Texterin, Lektorin und Autorin Karin Schneuwly aus ihrem sehr persönlichen Buch «Glück besteht aus Buchstaben» lesen. Dort beschreibt sie ihre eigenen Leseerfahrungen und das Glück, das sie aus den Zeilen der unterschiedlichsten Autoren gezogen hat. Für sie selbst sei Lesen keine Flucht, sondern eine Möglichkeit, sich zu retten, sagte sie einmal in einem Interview mit der NZZ. Und deshalb habe sie ein Buch über die Faszination und die Heilkraft des Lesens geschrieben.

Bibliotherapie – Vom Glück und der Heilkraft der Lektüre, Karin Schneuwly und Verena Beerli-Kaufmann im Gespräch mit Swantje Kammerecker, Freitag, 22. März, 20 Uhr, Landesbibliothek Glarus


Kreatives Gestalten

Impressionen der Veranstaltung Kreatives Gestalten am 22. Februar 2019

Humorbuchtreffen mit Niccel Steinberger

Freitag, 15. Februar 2019 in der Mensa der Kantonsschule

Das Glück kommt zu denen, die lachen

von Hans Speck,

17. Februar 2019, Glarus

 

Immer wieder mit neuen Ideen überrascht der Buchverlag Baeschlin und der Verein «kulturzyt» ihre Leserschaft. «Ein unvergesslicher Abend mit unkalkulierbaren Nachwirkungen auf die Lachmuskeln», lautete die vielsagende Affiche für ein Humorbuchtreffen mit Niccel Steinberger, Ehefrau von Humorlegende Emil Steinberger. Ein geselliger, unvergesslicher Abend mit dem Ziel, ein eigenes Humorbuch zu gestalten und zu kreieren.

 

Humor kann besonderes in einer Zeit der Globalisierung und des Pluralismus ein probates Mittel sein, Stimmungen und Meinungen zu reflektieren und zu relativieren. Mit Humor soll der tägliche Griesgram bekämpft werden. Lachen ist das geeignete Mittel dazu. «Wir sollten viel mehr lachen, auch wenn es uns manchmal nicht zum Lachen zumute ist», meint Niccel Steinberger, ausnehmend hübsche und charmante Ehefrau des unverwüstlichen «Emil», bekannt als Kultkomiker für alle Generationen. Obwohl uns das Lachen bereits in die Krippe gelegt wurde, stellen heutzutage immer mehr Menschen fest, dass sie im Alltag zu wenig Gelegenheit für fröhliches, entspannendes und regelmässiges Lachen haben. Die rheinische Frohnatur Niccel hat eine sensationelle Lösung, Menschen wieder auf die Spur der Fröhlichkeit und des Lachens zurückzubringen. Sie macht das auf vielseitige und äusserst kreative Art, indem sie sogenannte «LachsemiNarre» organisiert. In diesen geht es nicht darum, Menschen das Lachen beizubringen. Das können wir bereits nach wenigen Monaten. Ihr Anliegen ist, die Teilnehmer auf vielfältige Art und Weise zum Lachen zu verführen und ihnen kleine Werkzeuge in die Hand zu geben, mit denen aufs Eis gelegter Humor und das Lachen wieder im Alltag und Berufsleben aktiviert werden.

Lachen ist die beste Medizin

Beim Lachen werden verspannte Muskeln gelockert und der Körper mit Sauerstoff geflutet. Nach intensivem Lachen gelangt der Körper in eine Entspannungsphase. In dieser wird der Kreislauf heruntergefahren. Der Körper baut dadurch Stresshormone ab und fühlt sich befreit und entspannt an. Bei der rhythmischen Bewegung des Zwerchfells kommen ausserdem Leber, Galle, Milz und der Magen-Darm-Bereich in Schwung. Die Verdauung wird gefördert und dass wir beim Lachen tiefer und schneller atmen als sonst, ist gut für die Lungenfunktion. Lachen hat insgesamt also tatsächlich einen Einfluss auf unsere Gesundheit und eine positive Lebenseinstellung. Das hat auch einen gesellschaftlichen Effekt: Man lacht eher weniger allein, sondern lieber zu zweit oder in einer Gruppe. Kindern gelingt das übrigens besser als Erwachsenen. Sie lachen ca. 400-mal am Tag, Erwachsene nur 15-mal.

Ein eigenes Humorbuch

Im Zentrum des Humorbuchtreffens in der Mensa der Kantonsschule in Glarus stand die Gestaltung eines eigenen Humorbuchs. Im Buch von Niccel mit dem Titel «Mein Humorbuch» sind Kreativität und Ideen gefragt. Dazu findet man auf jeder zweiten Seite eine Anregung, was man im Humorbuch alles eintragen, einkleben und zeichnen kann. Um allen den Einstieg zu erleichtern, erhielten die Teilnehmer Klebstoff, Stift und Schere. Auf einem langen Tisch lag ein wirrer Haufen voll mit Zeitungsausschnitten, Sprüchen, Cartoons und Fotos, die dazu dienten, die ersten Seiten im persönlichen Humorbuch zu gestalten. In diesen Haufen konnten Teilnehmer wühlen, bis sie etwas gefunden hatten, was dem eigenen Humor entsprach. Es wurde geklebt, geschrieben, geschnitten und fotografiert. Und ganz wichtig, fröhlich gelacht, geschwatzt und gewitzelt, ganz nach dem Gusto von Workshop-Leiterin Niccel. Nimmt man dieses Buch, welches über die Jahre hin gefüllt wurde, später wieder einmal hervor und blättert darin, kann es durchaus passieren, dass dieses unvermittelt ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert und den Leser oder die Leserin in fröhliche Stimmung versetzt. Jedenfalls möchte «Emil» nicht mehr auf das Humorbuch seiner Frau verzichten.

 

Erzählstunde: Der Hase hält Winterschlaf mit Marion Arnold

Samstag, 19. Januar 2019, auf dem Dachboden der Buchhandlung Baeschlin

Rückblick auf den Abend mit Barbara Bleisch

Freitag, 11. Januar 2019, auf der Piazza der Landesbibliothek

Eine Beziehung ohne Pflicht und Schuld

 

Barbara Bleisch, brillante Philosophin, Moderatorin, Kolumnistin und Dozentin hat ein Aufsehen erregendes Buch geschrieben: „Warum wir unseren Eltern nichts schulden“. Mit dem Verein kulturyt wurde es am 11.Januar in der Landesbibliothek Glarus vorgestellt – vor ausverkauften Reihen.

 

Es ist ein Thema, das offenbar einen Nerv trifft – und noch immer mit Tabus belegt ist. „Warum wir unseren Eltern nichts schulden“ betitelt Autorin Barbara Bleisch ihr 2018 erschienenes Buch. Am 11.1. stellte die Sternstunde-Moderatorin es in Glarus auf Einladung des Vereins kulturzyt einem grossen Publikum vor. Gaby Ferndriger begrüsste Autorin und Gäste, Swantje Kammerecker führte als Moderatorin durch den Abend. Er war kurzweilig, überraschend, und aufschlussreich.

 

„Niemanden ohne Not verletzten“ – Diese allgemeine Prämisse menschlichen Verhaltens gilt auch für die Beziehung zwischen erwachsenen Kindern und Eltern (und zwar wechselseitig). Doch genau diese Beziehung zeigt sich als extrem verletzlich – und dazu noch öffentlich (ein Familienabbruch wirft auch nach aussen hin mehr Wellen als die Beendigung einer Freundschaft). Familie kann man sich nicht aussuchen; sie ist gar die unfreiwilligste aller Beziehungen. Exfreunde oder Expartner gibt es, aber keine Exeltern oder Exenkel. Sie werden immer zu unserer „erweiterten Identität“ gehören – und umgekehrt. Mit solchen Argumenten, und nicht aufgrund einer als selbstverständlich angenommenen Schuld oder Dankespflicht, begründet Barbara Bleisch ihr Plädoyer für einen besonders sorgfältigen und wertschätzenden Umgang mit unseren Eltern. Dabei müssen wir uns aber auch abgrenzen können, inadäquate Forderungen zurückweisen. Uns verbindet eine lange Geschichte miteinander: Von einer existentiellen Abhängigkeit muss sich jedes Geborene zu einem eigenständigen Wesen entwickeln, bis man auf Augenhöhe miteinander ist - was mit Freuden und Leiden einhergeht. Und gerade in den Fällen, wo Kinder vor allem unter ihren Eltern zu leiden haben, wird erkennbar, dass eine Schuld (die man ohnehin lebenslang hätte und nie abtragen könnte) oder Dankespflicht nicht zu rechtfertigen sind. Dass man nur aufgrund einer Blutsverwandtschaft, oder ähnlich wie in einer Freundschaft, einander verpflichtet sei, auch diese Thesen widerlegt Barbara Bleisch. Wenn eine reife, verantwortungsvolle Beziehung gelingt, kann das ein tiefes Glück sein. Dazu kann dieses kluge Buch viel beitragen. Es befreit dazu, Familie neu zu denken – als grosse Chance.