Postenlauf durch Glarus- Leseparcours

 

Mittwoch 23.04.14 14.00-17.00 Uhr

Leseparcours

 

Ort: Stadt Glarus

 

Leseparcours (Postenlauf rund um Bücher und das Lesen) durch Glarus in Zusammenarbeit mit Insieme Vereinigung Cerebral Glarus und Baeschlin Bücher

Die Gewinner 2013: Wer wohl in diesem Jahr die heiss begehrten Preise mit heim nimmt?
Die Gewinner 2013: Wer wohl in diesem Jahr die heiss begehrten Preise mit heim nimmt?

 

Und hier nun die ersten Bilder und der Südostschweiz Artikel von Jessica Loi mit der schönen Berichterstattung auch zu unserem Hilfsprojekt im Senegal. Vielen Dank fürs Kommen, denn die 5 Franken Teilnahmegebühr wandern wieder direkt von Glarus in den Senegal. An insgesamt 10 Stationen konnten die Kinder ihr Literaturwissen unter Beweis stellen. Vielen Dank hier auch an Gaby Ferndriger und ihr Baeschlin-Team für die Organisation.

 

Bilder Juliane Krappe

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Südostschweiz Artikel von Jessica Loi
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Und nun die Bilder von Swantje Kammerecker, denn die war mit ihrem Radl doch schnell unterwegs durch Glarus...

 

...und hier dann die letzten Bilder des diesjährigen Leseparcours von Swantje Kammerecker.

Glückliche Leseparcours-Gewinner und ein Special guest

 

Eine Woche nach dem gutbesuchten Leseparcours von Kulturzyt und Baeschlin wurden die Gewinner geehrt. Zur feierlichen Übergabe der Spendensammlung für Senegal reiste Susanne Hermann an.

 

Text Swantje Kammerecker

 

„Ihr habt euren Preis mehr als verdient, habt viel Ausdauer bewiesen und gewissenhaft alle Fragen am Leseparcours beantwortet!“, hiess es, als am 30.4. in der Buchhandlung Baeschlin die Siegerehrung durchgeführt wurde – sieben von den rund 50 teilnehmenden Kindern durften einen Preis entgegennehmen. Von Nicolas Ferndriger, Vorstandsmitglied des Vereins Kulturzyt und Franziska Hauser, Mitarbeiterin von Baeschlin Bücher, erhielten sie schön verpackte Bücher und Spiele überreicht: In der Kategorie „Jüngere“ gewannen Patrik Feldmann, Raphael Staiger und Selina Hirt, bei den „Älteren“ Carla Thoma, Anja Gmür und Norina Gisler, ein Exrapreis ging an Ladina Weber.

 

Doch noch ein weiterer strahlender Gast war gekommen: Susanne Hermann, Gründerin des Hilfsprojekts für Senegal „Dimele“ (Solidarität). Ein Jahr lang hatten Baeschlin und Kulturzyt aus Eintrittsgeldern von Erzählstunden und Sonderverkäufen einen Erlös von 1426 Franken gesammelt. Das Geld kommt vollumfänglich dem Bildungsprojekt in Senegal „Lesen für Alle“ zugute.

 

Eindrucksvoll schilderte die Kindergärtnerin und Montessori Pädagogin Susanne Hermann, welche jedes Jahr nach Senegal reist, wie das Leben der Menschen im Dorf Mbadate in der Region Fatick, einer von stärkster Armut betroffenen Region Senegals, aussieht: Ohne Hilfe von aussen gibt es kaum Schulhäuser, keine Bücher und Hefte, keine Toiletten, es fehlen Brunnen und Zäune. Kinder können oft nicht zur Schule gehen, weil sie Holz sammeln müssen. Zu essen gibt es meist nur Hirse - Gemüse und Früchte sind Mangelware. Vieles ist härteste Handarbeit, in der Landwirtschaft und Küche fehlen auch einfache Geräte. Mit wenig könne man viel bewirken: Bilder eines neu erstellten Schulhauses, einer Bibliothek, selbst gegrabener Brunnen zeigen den Erfolg der Spenden. Fröhliche Gesichter, tiefe Freundschaften, endlose Hilfsbereitschaft – das hat Susanne Hermann als Kehrseite dieser „primitiven“ Gesellschaft erlebt. Und sie erhalte oft Geschenke zurück: Die Kinder staunten, als Frau Hermann ihnen  – stellvertretend für alle Kinder, die bei den Erzählstunden und im Leseparcours dabei gewesen waren – je ein Päckchen Karkadeh-Blütentee überreichte, Blüten einer Hibiskuspflanze, welche in Senegal angebaut und von den Frauen und Kindern gesammelt wird.

 

Wer mehr über Dimele wissen oder die Spendenadresse erfahren will: www.dimele.ch

 

Vier Fragen an Susanne Hermann:

 

Wie hat alles begonnen? Vor über 20 Jahren war ich an einem Treffen des Katholischen Frauenbunds mit internationalen Vertreterinnen. Da habe ich auch Elisabeth Diouf aus Senegal kennengelernt, und es entwickelte sich eine lange Freundschaft. Ihre Familie wohnt in St. Louis, sie stammt aber aus dem kleinen Dorf Mbadate in der Region Fatick. Als meine Familie und ich dorthin reisten, konnten wir die unvorstellbare Kargheit und Armut kaum fassen.

 

Wo fängt man da an? Zuerst war es so, dass wir die Familie und ihre Verwandten unterstützten, und auch viele Güter verschickten. Dann zeigte sich immer mehr, wo strukturelle Hilfe nötig ist. Jeder Rappen, der dort vorhanden ist, wird sofort ausgegeben: Daher ist es sinnvoll, in bleibende Projekte zu investieren wie Schulen, Sanitätseinrichtungen und Hygiene, Geräte und Bücher, sowie Bildung und  Arbeitsmöglichkeiten - damit die jungen Leute nicht in die Städte abwandern.

 

Kein Laptop im Klassenraum? Undenkbar! Es gibt keinen Strom, abends sitzen die Leute zusammen und reden – mangels anderen Unterhaltungsmöglichkeiten. Spielzeug für die Kinder ist auch nicht vorhanden. Zwar habe ich gehört, dass es bald auch dort Stromversorgung geben soll. Doch was in Afrika bald heisst, kann noch lange dauern...

 

Wie kam es dann zur Gründung eines Vereins Dimele? Immer mehr Leute erfuhren von unserer Arbeit und wollten sie unterstützen. Dann kam mit Baeschlin letztes Jahr noch ein Unternehmen dazu, welches sich engagierte – der Kontakt entstand über zwei Glarnerinnen: Die eine ist eine ehemalige Baeschlin-Mitarbeiterin und hat ein Indien-Hilfsprojekt betreut, die andere, ihre Kollegin, kannte mich und vermittelte. Lange Jahre – etwa seit 2000 – engagierte ich mich für Senegal, ohne viel Administration leisten zu müssen. Doch nun war die Situation da, dass es eine Institutionalisierung brauchte, und ich rief den Verein „Dimele“ ins Leben. Auch wenn es nun mehr Aufwand gibt und mehr Leute mitarbeiten (z.B. in der Buchhaltung und für die Website), so haben wir doch die Chance, so mehr zu erreichen. Wir wollen aber klein, persönlich bleiben und dafür stehen, dass jede Spende direkt und vollumfänglich den Menschen in der Region Fatick in Senegal zugute kommt.  

Projektbeschrieb „Leseparcours“ für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap

 

 

Ort: Glarus

 

Zeit: 23.04.14 14.00-17.00 Uhr (Mittwoch)

 

Leseparcours (Postenlauf rund um Bücher und das Lesen) durch Glarus

 

Thema: Welttag des Buches

 

Budget / Finanzierung

 

Laut Gesamtbudget Kostenaufwand von 2855 Fr.- wovon 985 Fr.- in Eigenleistung durch Kulturzyt und Co-Veranstalter Baeschlin abgedeckt werden, verbleibend Finanzierungsbedarf von 1870 Fr.- . Die Eintrittsgelder kommen dem interkulturellen Förderprojekt „Lesen für alle“ in Senegal zugute.

 

 

Welche Werte werden angesprochen?

 

Lesekompetenz & Freude am Buch fördern, Integration von Kindern mit Handicap. Kinder erleben gemeinsam etwas Lässiges, bewegen sich draussen in der Stadt und lernen diese so spielerisch kennen.

 

Nachhaltigkeit des Projekts

 

Das Projekt wurde in den Vorjahren von Baeschlin Bücher durchgeführt und verfügt daher schon über Bekanntheit: Jährlich werden Kinder dazu aufgerufen mitzumachen (via Schulen) und können so erleben wie spannend und wirklichkeitsnah Lesen sein kann. Dies bildet eine Gegenkultur zum virtuellen und einsamen Konsum.

 

Es entstehen positive Synergien zu den übrigen Kulturzyt-Projekten, indem BesucherInnen der Erzählstunde bereits angesprochen werden können, und zudem beim Leseparcours wiederum der Aufruf für den nächsten Kulturzyt-Grossanlass „Glarus schreibt“ im Juni 2014 an die Zielgruppe gelangt.